Psychische Belastung

von | Dezem­ber 2019

Was ist eigentlich psychische Belastung?

„Unter psy­chi­scher Belas­tung ver­steht man, ent­spre­chend der DIN-Norm EN ISO 10075–1, die Gesamt­heit aller erfass­ba­ren Ein­flüs­se, die von außen auf den Men­schen zukom­men und psy­chisch auf ihn ein­wir­ken. Der im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch nega­tiv besetz­te Begriff ‘Belas­tung‘ ist hier jedoch neu­tral zu sehen. Ähn­lich wie bei kör­per­li­cher Belas­tung kommt es auch bei psy­chi­scher Belas­tung erst ein­mal zu posi­ti­ven Effek­ten, bspw. Ler­nen.“

Überforderung?

Die­se Sicht auf das The­ma psy­chi­sche Belas­tung  erscheint uns wich­tig. Men­schen kom­men ohne eine gewis­se Her­aus­for­de­rung nicht aus, weder kör­per­lich, noch geis­tig oder psy­chisch. Wann aber wird aus einer Her­aus­for­de­rung Über- oder Unter­for­de­rung?

Nicht erfüllbare Handlungsaufforderungen!

In der Regel, wenn die Hand­lungs­auf­for­de­run­gen so ambi­va­lent oder wider­sprüch­lich sind, dass sie nicht mehr sinn­voll erfüll­bar erschei­nen. Die meis­ten reagie­ren dann mit dau­er­haf­tem Hoch­leis­tungs­mo­dus: Das Signal, dass es reicht, kann nicht kom­men.

Interessierte Selbstgefährdung?

Die dar­aus resul­tie­ren­de psy­chi­sche Gefähr­dung hat einen Namen: Inte­rer­es­sier­te Selbst­ge­fähr­dung. Wenn wir in den letz­ten Jah­ren einen Fak­tor iden­ti­fi­ziert haben, der aus einer psy­chi­schen Belas­tung eine psy­chi­sche Gefähr­dung machen kann, dann ist es die­ser. Er ist ein Resul­tat indi­rek­ter Füh­rung.

Psychische Belastung in Zeiten von Corona…

Wir haben es gera­de mit einer gro­ßen Her­aus­for­de­rung für uns, die Unter­neh­men, für die Poli­tik und damit für die gesamt Welt­ge­mein­schaft zu tun. Jeder von uns muss sich die­ser Her­aus­for­de­rung stel­len, sonst wird es für alle eine Über­for­de­rung. Die Res­sour­ce, die jetzt gebraucht wird, ist Soli­da­ri­tät!

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